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Ich sammle unseren Müll

Wo bin ich gewesen?

Nach langer Pause melde ich mich wieder zurück.
Ich war im Umzugs- und Renovierungsstress und war völlig ausgeknockt. Das Leben bestand aus Arbeit und Tapeten von den Wänden kratzen. Dann Schlafen, Arbeiten, Streichen. Dann Schlitze klopfen. Dann Arbeiten. Ihr könnt es euch wahrscheinlich etwa vorstellen.

In dieser Zeit habe ich den angefallenen Müll nicht gesammelt. Weil es zu viel gewesen wäre. Und weil es eben nun mal sein musste, der Müll. Klar, man hätte das sicher alles anders machen können. Aber ich bin eben auch nur ein Mensch… Und normalerweise sammle ich meinen Müll. Nur den eben nicht.

 

Warum ich meinen Müll sammle

Ich sammle meinen anderen Müll. Den Haushaltsmüll.

Und das hat einen einfachen Grund: Ich will aus meinem Müll lernen.
In einem Karton sammeln sich in verschiedenen kleinen Haufen der Müll für die gelbe Tonne, der Restmüll und das angefallene Papier. [Den Kompost sammle ich nicht. Der landet direkt im Garten] Am Ende vom Monat kann ich dann meinen Müll anschauen und analysieren:

  • Wieviel Müll habe ich angesammelt?
  • Was für Müll ist das?
  • Wie ist der entstanden?
  • Was kann ich tun, um genau dieses Stück Plastik/Papier nicht mehr anfallen zu lassen.

 

Das Ganze ist sehr lehrreich und hat mir schon zu einigen Aha!-Momenten verholfen:

  • Umschläge mit Sichtfenster sind doof (da muss ich dann immer das Sichtfenster raus schneiden damit ich das getrennt entsorgen kann)
  • Mein Zahnseideverbrauch ist immens hoch. Seitdem verwende ich das gleiche Stück Zahnseide mehrfach. Ob das gesund ist weiß ich nicht. Aber die Zahnbürste benutzen wir ja auch öfter. Von daher…
  • Pizza und Eis müssen einfach manchmal sein.
  • Medikamente nicht nehmen nur weil Müll anfällt ist keine Option.
  • Aggressive Putzmittel müssen nicht sein.
  • Menschen, die mein „Werbung – Nein Danke!“ Schild nicht lesen können sind doof und bekommen prompt eine Mail oder einen Anruf.
  • Einseitig bedrucktes Papier kann zweimal verwendet werden.
  • Zahnpasta ist ein wichtiger Bestandteil in unserem Badezimmer.
  • Ich will nicht jede leere Flasche aufheben. Da bin ich ganz unschwäbisch und überlege nicht: „Dui kennt mr nommol fir ebbes braucha!“ [Hochdeutsch: Diese Flasche könnte man noch einmal für etwas verwenden.]

Da ich euch die Bilder meines Mülls nicht vorenthalten will, hier mal die Sammlung von 2 Monaten:


Unser Februar-Müll

Im Pizzakarton befindet sich der Papiermüll.
Im kleinen Weckglas und darunter rechts oben ist der Restmüll.
Unterhalb vom Pizzakarton sieht man den Müll aus der gelben Tonne.

 

 

 

 

 


Unser März-Müll

Im Karton ist der Papiermüll.
Dann gibt es 2 leere Gläser die ich nicht wiederverwenden will.
Außerdem ist im Weckglas der Restmüll.
Rechts auf dem Hefter (der Zum Restmüll gehört) liegt der Müll für die gelbe Tonne.

 

 

 

 

Wenn man sich meinen Beitrag zu unserem Müll aus dem Gelben Sack von vor ein paar Monaten anschaut, kann man eine deutliche Reduktion des Müllvolumens sehen. Und darüber bin ich sehr stolz!

Ich wollte hier mal einen kleinen, aber nicht zu detaillierten Blick in meine Müllsammlung geben. Falls ihr was im Detail sehen wollt, gerne her mit den Fragen 🙂

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Zahnbürstenrente

Wie meine Zahnbürste ihren Ruhestand verbringt

Ich habe vor ein paar Tagen meine Zahnbürste von SIDCO in den Ruhestand verabschiedet und wollte euch hiermit eine Rückmeldung zu ihrem Leben geben.

Zu Anfang habe ich gleich festgestellt, dass die Borsten recht hart sind. Das hat sich leider nicht verändert. Die Borsten waren bis zum Schluss sehr hart.

Die Borsten und die Bürste an sich ging immer sehr gut zu reinigen und ich hatte auch keine abstehenden Bambussplitter oder dass die Bürste durch zuviel Feuchtigkeit aufgeweicht ist.
Dennoch habe ich dem „zu 100 % kompistierbar“ auf der Website nicht ganz getraut und wollte das Innenleben der Bürste nochmal genauer begutachten. Ich habe also mit einer Zange die einzelnen Borsten aus dem Bürstenkopf gezogen. Zum Vorschein kam das hier:

Zu sehen sind hier die Borsten, der Bambusgriff selbst und lauter kleine Metallplättchen, die die Borsten im Bürstenkopf an Ort und Stelle halten. Ich war sehr verunsichert und habe erst einmal an die Firma SIDCO geschrieben.

Als Antwort habe ich das hier erhalten:

„Guten Tag,

Bambusviscose zersetzt sich vollständig. Allerdings sind die Metallblättchen ein Problem, da die nur aus natürlichem Rohstoff Metall sind. Der zersetzt sich nicht.

Ohne die geht es allerdings nicht, da man die Borsten ja nicht wie bei Kunststoff eingießen kann. Allerdings ist die Menge so minimal das das wohl nicht ins Gewicht fällt.
Mit freundlichen Grüßen“

 

Jetzt sitze ich hier, starre auf die Überreste meines Weggefährten und sinniere darüber, wie ich dem Kerl einen möglichst guten Ruhestand zukommen lassen kann. Soll ich alles in den Kompost geben? Soll ich versuchen, alle Metallteile aus dem Kopf zu entfernen und diese extra entsorgen? Wenn ja, wo???

Ihr seht, das Leben als Müllvermeider ist teilweise recht kompliziert (gemacht). Ich könnte natürlich alles einfach in den Kompost stecken und damit den „natürlichen Rohstoff Metall“ wieder der Erde zukommen lassen. Oder es wandert einfach in den Restmüll, wo es letztendlich verbrannt wird…

Hat von euch jemand eine Idee? Eine Weile verbringt Herr Zahnbürste jedenfalls seinen Ruhestand in meinem Büro – bis ich eine zufriedenstellende Lösung gefunden habe.

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Neue Büroartikel

Schreib- und Bastelkram mit weniger Müll

Nach langer Pause melde ich mich wieder zurück, heute mit ein paar Worten zu meinen Büro-Utensilien.

Das ganze Thema Büro ist bei uns noch nicht so ganz ohne Müll zu schaffen. Ich schreibe gerne auf Papier und brauche vor allem für meine Studien immer wieder Hefte. Wir haben schon einiges auf „paperless“ umgestellt (z.B. einen Großteil der Bankauszüge) und melden uns bei materieller Post immer per Mail zurück und bitten um eine papierfreie Variante.

Dennoch bin ich einfach ein Mensch, der nicht ohne Bastel- und Schreibutensilien klar kommt.
Dabei muss ich ein Geständnis abgeben: Ich verbrauche relativ viel Kleber. Ich bastele, ich klebe kleine Kopien fürs Studium zu meinen Zusammenfassungen und brauche das klebrige Zeug einfach!

Papierkleber:

Seit einiger Zeit wusste ich, dass es bei Manufactum einen Papierkleber in einer Blechdose gibt. Wir können uns jetzt natürlich darüber streiten, ob das energetisch und mülltechnisch besser ist (dazu hoffentlich bald ein anderer Beitrag).
Jedenfalls habe ich mir diesen Kleber mal zugelegt. Da sind 125g fein nach Bittermandel duftender Kleber drin und ein kleines Bürstchen zum Auftragen. Für 4,60€ kann man da nix sagen. Vor allem nicht, wenn man bedenkt, dass Klebestifte namhafter Firmen mit 40g Inhalt auch 2€ kosten können…

Hier also die Bilder meiner Errungenschaft:

Kleben tut er Papier ohne Probleme. Der Pinsel ist auch super, weil mann dann präziser arbeiten kann und auch mal kleine Stücke Papier zusammenfügen kann. Außerdem ist da noch der Duft…. Das ist natürlich Geschmacksache.

Schreibgeräte:

Als weitere Veränderung haben sich meine Schreibgeräte etwas verändert. Im Schreibwarenladen direkt unter unserer Wohnung habe ich noch vor Weihnachten zugeschlagen:

Füller, Tintenfass und Konverter

Ich habe mir ein Tintenfass blaue Tinte gekauft (mit Plastikdeckel und Pastikboden…), einen Konverter (aus Glas und Plastik) und einen Füller (aus Metall und Plastik).
Klar ist hier nicht alles müllfrei. Aber die Gegenstände, die ich gekauft habe, waren unverpackt und produzieren in ihrem „Leben“ sicherlich weniger Müll, als wenn ich jedes Mal neue Tintenpatronen kaufen müsste.

Soviel mal zu meinen neusten Einkäufen.

Ich wünsche euch einen genialen Start ins neue Jahr!

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Wie kaufst du eigentlich… Nudeln?

Pasta senza plastica

Gestern habe ich zur Mittagszeit spontan Besuch bekommen.
Ich habe also meinen Gast und mich mit Pasta und Soße bekocht [leckerschmecker!]

Danach waren aber meine Nudelvorräte geplündert und ich musste heute für Nachschub sorgen. Sonst haben wir Nudeln immer im Pappkarton gekauft, möglichst ohne Sichtfenster. Das konnte ich mit meiner plastikfreien Einkaufsweise noch in Einklang bringen. Dennoch entsteht dabei Müll. Und das Recyclingpapier, in dem viele Lebensmittel wie z.B. Nudeln und Reis verpackt sind, soll auch nicht wirklich gesund sein (Bericht beim wdr + Bundesinstitut für Risikobewertung)

Also haben wir uns beim heutigen Einkauf ein paar große Gläser und unsere Stofftäschchen mitgenommen und sind beim Schüttgut einkaufen gegangen:

Unser heutiger Pasta-Einkauf

Unser heutiger Pasta-Einkauf

 

Das war so schön einfach und bequem, dass wir das sicher wieder machen werden!
Wer will zu Besuch kommen? 🙂

 

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Meine Zahnpflege

Meine nicht ganz so müllfreie Routine

 

Meine Zähne sind nicht die besten ( Danke Mutti! 🙂  ).

Daher brauchen meine Beißerchen etwas mehr Zuwendung und ich brauche für meine Zahnpflege etwas länger.
Ich werde jetzt nicht im Detail darauf eingehen, warum ich was und wie verwende. Lieber will ich euch einen Einblick geben, dass bei mir auch nicht alles müllfrei funktioniert.

Meine Zahnpflege-Utensilien

Meine Zahnpflege-Utensilien

Ich habe:

Ich entscheide mich vor dem Zähne putzen meist, ob ich lieber mit Kunststoff oder mit „Natur“ putzen will. Je nach Lust und Laune.
Aber abends kommt immer dran: Zahnseide, Interdentalbüsten und Zahnbürste / Einbüschelbürste.

Bei Fragen dürft ihr euch jederzeit gerne melden!