Im Frühjahr diesen Jahres, als ich Bekanntschaft mit Bea Johnsons Buch „Zero Waste Home“ gemacht habe, war klar, dass wir einen Kompost brauchen.
Das Problem hier ist nämlich, dass wir keinen Biomülleimer haben. Der kommt für uns nach meiner Nachfrage bei der Stadt wohl erst Mitte bis Ende 2017. Und das ist noch ganz schön lange hin.
Bis dahin habe ich es aber nicht eingesehen, meinen Müll in die (bei uns schwarze) Restmülltonne zu werfen. Der Müll ist sonst viel zu feucht und der Verbrennungsvorgang im Müllwerk klappt dann leider nicht so gut.
Außerdem können wir mit einem eigenen Kompost wertvolle Erde machen (lassen), die wir wieder verwenden können.

Um die 6 R-Regel zu beachten habe ich mir also allerhand Gedanken gemacht:
Kompost zu meinen Eltern fahren (die haben einen Komposthaufen im Garten) oder selbst einen Kompost anlegen? Aber wie soll das gehen, mitten in der Stadt?

Ich habe etwas recherchiert und bin schließlich auf einen Beitrag bei youtube gestoßen, der mir weiter geholfen hat.

Der Komposter ist aus Plastik. Ich weiß. Zunächst habe ich auch darüber nachgedacht, ob es auch anders gehen würde. Mir ist aber dann so schnell keine einfachere Alternative eingefallen.
Wir also los zum Baumärktchen um die Ecke und eingekauft: Einen großen Pflanzkübel und zwei Flache Auffangschalen.

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Wir haben den Eimer mit vielen Löchern mit Hilfe unserer Bohrmaschine präpariert. Überall an den Seiten und unten haben wir eingebohrt, damit der Kompost schön belüftet wird. Einen der fachen Schalen haben wir mit einem kleinen Griff aus Paketschnur versehen, der andere steht einfach nur unten drunter um Feuchtigkeit aufzusammeln, die aus dem Eimer austritt.

Weil ich den Kompost gerne mit Leben füllen wollte, bin ich noch zu meinen Eltern an den Komposthaufen gegangen und habe dort ein paar hübsche Regenwürmer ausgegraben. Die leisten jetzt ganze Arbeit, vermehren sich fleißig und helfen dabei, aus meinen Küchenabfällen gute Erde zu machen.