Warum braucht die Banane einen Aufkleber??

In den letzten Wochen habe ich ein Stickeralbum angefangen.

Leider werdet ihr hier aber keine Bilder von Pferdchen oder hübschen glitzernden Blumen zu sehen bekommen.

Es soll um die kleinen, teilweise auf jedem einzelnen Apfel klebenden Sticker gehen, die man in den Supermärkten findet. Ich habe die mal gesammelt um euch zu zeigen, dass man, selbst wenn man ohne Verpackung im Supermarkt einkaufen will, nicht um solche Mini-Mengen Plastik drum rum kommt.

Mancher von euch hat sich bestimmt auch schon über diese Aufkleber geärgert: Man muss sie erst mal finden und abpopeln, teilweise gehen sie aber auch gar nicht richtig ab und dann hat man noch Klebe- oder Papierreste auf seiner Banane.

Prinzipiell gilt aber, dass diese Aufkleber nicht gesundheitsschädlich sein dürfen, da sie ja direkt mit Lebensmitteln in Kontakt stehen.
Im Amtsblatt der EU zu den Verordnungen bei Obst und Gemüse steht:

„Die Verwendung von Material, insbesondere von Papier oder Aufklebern mit Geschäftsangaben, ist zulässig, sofern zur Beschriftung oder Etikettierung ungiftige Farbe bzw. ungiftiger Klebstoff verwendet wird. Einzeln auf den Erzeugnissen angebrachte Aufkleber müssen so beschaffen sein, dass ihre Entfernung weder Klebstoffrückstände noch Beschädigungen der Schale zur Folge hat.“

Man könnte meinen, dass diese Kleber da drauf sind, damit die Kassierer das Obst einfach nur über die Kasse ziehen müssen und sie daher mit einem Barcode versehen sind. Aber: die meisten „meiner“ Aufkleber haben gar keinen Barcode und zeigen eher nur Werbung oder sollen zeigen, dass der Apfel aus „unserer Heimat“ ist. Oder dass die gekauften Mangos „VIP“ sind (was hat das denn bitte zu bedeuten???)

Im Supermarkt wird ja auch sowohl konventionelles als auch Bio-Gemüse verkauft. Die Aufkleber sollen helfen, diese verschiedenen Sorten unterscheiden zu helfen. Der Kassierer weiß so besser, dass das jetzt eben Bio-Zitronen sind weil sie einen bestimmten Aufkleber haben.

Das alles kann ich natürlich nachvollziehen. Wenn damit den Kassierern bei der Flut verschiedener Produkte das Kassieren einfacher gemacht wird, ist doch okay.
Ich persönlich ärgere mich aber über diese Aufkleber, da sie natürlich Müll in meinem Haushalt anfallen lassen. Ich versuche daher, das Obst und Gemüse ohne Aufkleber auszusuchen. Dafür drehe ich auch mal 10 Äpfel um bis ich einen ohne Sticker finde.
Noch sicherer vor diesen kleinen lustigen Aufklebern wäre ich wahrscheinlich, wenn ich direkt auf dem Markt einkaufen würde. Das sollte ich vielleicht mal machen.
Aber bis dahin: Will jemand mit mir Sticker tauschen? 🙂

Wie ich Bananen einkaufe

In Deutschland werden ziemlich viele Lebensmittel weggeworfen, vor allem von Privathaushalten.

Auch die Supermärkte werfen alles mögliche weg: Lebensmittel kurz vor oder am Mindesthaltbarkeitsdatum, Essbares in kaputten Verpackungen oder auch frische Waren, die kleine Makel haben und die daher nicht gekauft werden.

Wir nennen solches Obst und Gemüse gerne liebevoll „traurig“, weil es da so traurig im Regal liegt und keiner es mehr kaufen will.
Diesen traurigen aber trotzdem noch guten Lebensmitteln wollen wir uns widmen und sie einfach TROTZDEM kaufen.
Mit Bananen ist das so: Jeder will ein paar schöne, hübsche, möglichst grüne (das hab ich noch nie verstanden) und makellose Bananen. Und: Die sollten oben noch zusammen verbunden sein, sieht doch hübscher aus.

Was dann aber im Bananenkarton am Ende des Tages übrig bleibt, sind lauter lose, angemackte oder viel zu krumme Bananen. Die kaufe ich.
Ich suche immer die einsamen und traurigen aus. Daheim lasse sie eventuell noch ein paar Tage nachreifen, friere sie dann ein und mache köstliches Bananeneis.
Traurige Bananen machen mich nämlich glücklich.