Wie ich Bananen einkaufe

In Deutschland werden ziemlich viele Lebensmittel weggeworfen, vor allem von Privathaushalten.

Auch die Supermärkte werfen alles mögliche weg: Lebensmittel kurz vor oder am Mindesthaltbarkeitsdatum, Essbares in kaputten Verpackungen oder auch frische Waren, die kleine Makel haben und die daher nicht gekauft werden.

Wir nennen solches Obst und Gemüse gerne liebevoll „traurig“, weil es da so traurig im Regal liegt und keiner es mehr kaufen will.
Diesen traurigen aber trotzdem noch guten Lebensmitteln wollen wir uns widmen und sie einfach TROTZDEM kaufen.
Mit Bananen ist das so: Jeder will ein paar schöne, hübsche, möglichst grüne (das hab ich noch nie verstanden) und makellose Bananen. Und: Die sollten oben noch zusammen verbunden sein, sieht doch hübscher aus.

Was dann aber im Bananenkarton am Ende des Tages übrig bleibt, sind lauter lose, angemackte oder viel zu krumme Bananen. Die kaufe ich.
Ich suche immer die einsamen und traurigen aus. Daheim lasse sie eventuell noch ein paar Tage nachreifen, friere sie dann ein und mache köstliches Bananeneis.
Traurige Bananen machen mich nämlich glücklich.