Pasta senza plastica

Gestern habe ich zur Mittagszeit spontan Besuch bekommen.
Ich habe also meinen Gast und mich mit Pasta und Soße bekocht [leckerschmecker!]

Danach waren aber meine Nudelvorräte geplündert und ich musste heute für Nachschub sorgen. Sonst haben wir Nudeln immer im Pappkarton gekauft, möglichst ohne Sichtfenster. Das konnte ich mit meiner plastikfreien Einkaufsweise noch in Einklang bringen. Dennoch entsteht dabei Müll. Und das Recyclingpapier, in dem viele Lebensmittel wie z.B. Nudeln und Reis verpackt sind, soll auch nicht wirklich gesund sein (Bericht beim wdr + Bundesinstitut für Risikobewertung)

Also haben wir uns beim heutigen Einkauf ein paar große Gläser und unsere Stofftäschchen mitgenommen und sind beim Schüttgut einkaufen gegangen:

Unser heutiger Pasta-Einkauf

Unser heutiger Pasta-Einkauf

 

Das war so schön einfach und bequem, dass wir das sicher wieder machen werden!
Wer will zu Besuch kommen? 🙂

 

Schwarzes Gold ganz ohne Verpackung

 

Wenn ich erzähle, dass ich versuche möglichst keinen Müll zu produzieren, fragen mich Leute immer:
„Aber wie machst du das mit […], das geht doch gar nicht!“

Das finde ich immer eine ziemlich gute Frage und ich versuche deshalb, hier eine neue Rubrik zu eröffnen, wo ich über die Dinge schreibe, die ihr mich so fragt.
Also los geht’s: Hinterlasst mir einfach mal einen Kommentar, was euch so interessiert oder fragt mich persönlich, dann kann ich gerne mal nen Beitrag dazu verfassen. Es interessiert sicherlich noch mehr!

Heute also: Wie ich Kaffee kaufe.

Das ist eigentlich ganz einfach:
Ich hole mein „Kaffeeglas“, es sollte gespült sein und sauber. Das bringe ich dann zur Kaffeerösterei meines Vertrauens. In meinem Fall ist das Familie Fröhlich, die mit ihrer Kaffeerösterei im Stuttgarter Westen einen Kaffeebanausen wie mich noch bekehren konnte.
Ich strecke mein Glas über die Theke und sage, dass ich gerne 250g Kaffee für die French Press hätte.
„Meine“ Sorte war bisher immer Java (schokoladig!), heute habe ich aber einmal die Wiener Kaffeehausmischung gekauft und bin gespannt, wie die schmeckt (ich wollte es ein bisschen kräftiger).
Frau Fröhlich (senior oder junior) wiegt die Bohnen ab und gibt sie in die Mühle. Von dort landet der Kaffee dann direkt ohne Umwege in meinem Glas.
Und: Ich bekomme durch mein Glas sogar 10 Cent Rabatt!

Mein Kaffeeeinkauf

Mein Kaffeeeinkauf

Beim ersten Einkauf habe ich auf mein Glas noch einen Sticker bekommen, der jetzt auf dem Deckel klebt. Den brauche ich aber eigentlich nicht und kann auch darauf verzichten. Zu Demonstrationszwecken habe ich ihn jetzt aber kleben gelassen.

 

So einfach geht es also.
Lasst mich wissen, was euch noch interessiert!

 

 

Wie ich Bananen einkaufe

In Deutschland werden ziemlich viele Lebensmittel weggeworfen, vor allem von Privathaushalten.

Auch die Supermärkte werfen alles mögliche weg: Lebensmittel kurz vor oder am Mindesthaltbarkeitsdatum, Essbares in kaputten Verpackungen oder auch frische Waren, die kleine Makel haben und die daher nicht gekauft werden.

Wir nennen solches Obst und Gemüse gerne liebevoll „traurig“, weil es da so traurig im Regal liegt und keiner es mehr kaufen will.
Diesen traurigen aber trotzdem noch guten Lebensmitteln wollen wir uns widmen und sie einfach TROTZDEM kaufen.
Mit Bananen ist das so: Jeder will ein paar schöne, hübsche, möglichst grüne (das hab ich noch nie verstanden) und makellose Bananen. Und: Die sollten oben noch zusammen verbunden sein, sieht doch hübscher aus.

Was dann aber im Bananenkarton am Ende des Tages übrig bleibt, sind lauter lose, angemackte oder viel zu krumme Bananen. Die kaufe ich.
Ich suche immer die einsamen und traurigen aus. Daheim lasse sie eventuell noch ein paar Tage nachreifen, friere sie dann ein und mache köstliches Bananeneis.
Traurige Bananen machen mich nämlich glücklich.

Seit einer Woche sind wir jetzt also schon in Frankreich im Urlaub.
Wir genießen die Sonne, die Wärme, das Nichtstun.

Da wir uns ein Wohnmobil ausgeliehen haben und uns selbst versorgen, mussten wir zu Anfang also ein paar Einkäufe tätigen. Auch im großen Supermarkt war das (fast) kein Problem, Gemüse und Obst gibt es hier ja in Hülle und Fülle.
Beim Kauf von Nudeln und Couscous haben wir auch Optionen ohne Sichtfenster gefunden, was uns sehr gefreut hat (Notiz an mich: Vielleicht müssen wir uns mal noch einen Vorrat zulegen??).

Schwierig wurde es aber bei der Milch. Hier gibt es NUR Plastikflaschen oder Tetrapak.
Wir standen also vor dem Regal. Schauten uns die Flaschen an: Kein Pfandsymbol in Sicht.
Das Frischeregal wurde ausgespäht, hier gab es aber auch nur Frischmilch in Plastikflaschen.

Was haben wir also getan: Wir haben keine Milch gekauft!

Im Wohnmobil gibt es allerdings noch ein paar Liter Tetrapak-Milch, die meine Schwiegereltern da immer vorsorglich lagern.
Mein lieber Mann brauchte mal Zwischendurch einen Kaba oder Milch im Kaffee oder ähnliches. Deshalb ist eine der Milchkartons uns zum Opfer gefallen.
Aber inzwischen kämpfen wir mit uns, wie wir das noch eine Woche lang machen sollen.
Sollen wir Milch kaufen, trotz Plastik? Finden wir Milch in Glasflaschen? Trinken wir noch mehr von der Milch im Wohnmobil?

Bis dazu eine Entscheidung gefällt ist, trinke ich auch weiterhin Kaffee ohne Milch.
Dafür mit einem halben Löffel mehr Zucker.

UPDATE VOM 25.07.:

Wir haben keine Milch mehr gekauft in Frankreich und ich habe zu Hause erst mal ein großes Glas kalte, frische, leckere Milch aus der Pfandflasche getrunken. 🙂

Heute habe ich eine kleine Einkaufsrunde gemacht, nur ein paar Dinge, die wir eben so brauchten.

Ich will euch teilhaben lassen, was ich so alles heim gebracht habe:

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  • Kaffee aus der Kaffeerösterei unseres Vertrauens
  • Speisequark im Pfandglas (wir sind noch auf der Suche nach Schmand-Ersatz,,,)
  • veganer Zwiebelschmelz (lecker!!)
  • Senf (unsere Tube ist leer gegangen, da musste was im Glas her)
  • ein Pfund Instant-Kakao. In Plastik. Weil es nichts anderes gibt. Oder so. (siehe auch: Die Sache mit dem Kakao…)