Meine Reise zum Minimalismus beginnt 2008.

Ich durfte mein (Kinder-)Zimmer in Kisten verpacken, weil ich für ein Jahr ins Ausland gehen wollte. Damals habe ich alles feinsäuberlich eingepackt, das Eine oder Andere entsorgt.

Auf meine Reise mitgenommen habe ich dann zwei Koffer – beide vollgepackt bis oben hin.
Zu meiner Verteidigung ist zu sagen:

  1. Ich war vorher noch nie so lange alleine unterwegs.
  2. In meiner Heimat für das nächste Jahr waren viele Dinge schwer zu bekommen.
  3. Ich wollte auf alle Eventualitäten vorbereitet sein.

Nach einem Jahr in einem Land, in dem nicht gerade Milch und Honig für die Bevölkerung fließt, bin ich mit offenen Augen für meinen Besitz zurück gekommen.
Ich habe meine Kisten teilweise ausgepackt, teils auch noch geschlossen weggegeben.

Meinen Besitz habe ich damals schon um Einiges reduziert.

Dabei ist es aber nicht geblieben: Der Konsumwahn hat mich wieder eingeholt.

 

Spulen wir ein paar Jahre vor…

Zwei Umzüge später habe ich 2015 in unserer jetzigen Wohnung den Gedanken gefasst, drastisch zu Reduzieren. Was genau mich dazu bewogen hat?

Ich hatte genug davon, Dinge zu horden. Ich wollte mich nicht an Materielles binden lassen und einen anderen Weg einschlagen.
Als ich dann das Buch von Marie Kondo „Magic Cleaning“ in die Finger bekam, war mein Entschluss gefasst: Mit System an die Sache rangehen und wie im Buch versprochen eine dauerhafte Lösung für mein Problem zu finden.